Neuausrichtung der Bürgerarbeit in Sachsen-Anhalt notwendig

Arbeit und Wirtschaft

„Wir wollen die bisherigen Modelle der Bürgerarbeit zu einem sozialen Arbeitsmarkt mit sozialversicherungspflichtiger Arbeit weiterentwickeln“, erläuterte Andreas Steppuhn, Mitglied im Landesvorstand der SPD, kürzlich in Gerwisch den versammelten Mitgliedern des SPD-Kreisverbandes. Der Gast, der für den Abend im Jerichower Land extra seine Teilnahme am DGB-Bundeskongress in Berlin unterbrochen hatte, forderte, Bürgerarbeiter mit ordentlichen Arbeitsverträgen auszustatten und so zu entlohnen, dass sie keine Aufstockung mehr brauchten. „Nur so werden wir es schaffen, langzeitarbeitslosen Menschen im Rahmen der Bürgerarbeit eine langfristige Perspektive zu geben.“

In Abstimmung mit dem Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt ist vorgesehen, einen zukunftsträchtigen gemeinwohlorientierten Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt für 5000 langzeitarbeitslose Menschen zu schaffen. Damit können sozialversicherungspflichtige Stellen für Arbeitsuchende geschaffen werden, die vor allem auf Grund der Schwäche des lokalen Arbeitsmarktes keine Beschäftigungsmöglichkeit finden. Dabei gelte das Prinzip Freiwilligkeit statt Zwang. So könne den Menschen wieder eine Perspektive gegeben werden. Es sei immer besser, Arbeit zu finanzieren als Arbeitslosigkeit, waren sich die Genossen einig. Dazu sei es auch notwendig, endlich einen flächendeckenden Mindestlohn durchzusetzen.

„Die SPD im Jerichower Land hat sich an dem Abend wieder einmal wieder ausführlich mit einem Sachthema beschäftigt. Auch die anschließende Diskussion der Mitglieder zeigte, dass dieses Thema nach wie vor unter den Nägeln brennt“, sagte abschließend der SPD Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Matthias Graner.

 

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